Diese Vorliebe hat Tradition. Der größte Teil der deutschen Mineralwasservorkommen entspringt Vulkanregionen mit stark kohlendioxidhaltigem Gestein. Mineralwasser nimmt dieses Gas auf seinem unterirdischen Weg durch die Gesteinsschichten auf, wodurch Kohlensäure entsteht. In anderen europäischen Ländern enthält das Vulkangestein häufig weniger Kohlendioxid, weshalb hier seit jeher weniger Sprudel abgefüllt wird.
Die Kohlensäure im Mineralwasser hat unterschiedliche Auswirkungen. Sie sorgt für eine bessere Durchblutung der Mundschleimhaut und wirkt dadurch appetitanregend. Außerdem unterstützt sie die Verdauung. Kohlensäure regt das Nervensystem an und bringt den Kreislauf in Schwung. Am Morgen getrunken, macht sie daher wach und fit für den Tag.
Köche schätzen kohlensäurehaltiges Mineralwasser nicht nur als Begleitung zu feinen Menüs, sondern auch als Zutat für Saucen und Desserts. Beim Backen kann Kohlensäure beispielsweise Backpulver ersetzen, da sie einen Gärprozess in Gang setzt, der den Teig hebt. Fleisch lässt sich in stark kohlensäurehaltigem Mineralwasser fettfrei anbraten.
Kohlensäure füllt den Magen – bei Diäten ein willkommener Effekt, da so das Hungergefühl verschwindet. In größeren Mengen kann das Völlegefühl aber als unangenehm empfunden werden. Wer sehr viel trinken muss – beispielsweise Sportler oder Menschen, die schwer körperlich arbeiten – bevorzugt daher meist kohlensäurearme oder -freie Mineralwässer.
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IDM – Informationszentrale Deutsches Mineralwasser
Liselotte Strack
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