Zur IDM-Website

Mineralwasser

Aktuell

Ausgabe 05/2018

Erkältungszeit im Herbst:

 

Richtig Trinken

Wein und Mineralwasser:

 

Ein starkes Duo

Natürliches Mineralwasser:

 

Vielfalt, die man schmeckt

Erkältungszeit. Warum Trinken jetzt besonders wichtig ist

Herbstzeit ist Erkältungszeit: Hat es Sie auch schon erwischt? Kühles und regnerisches Wetter nennen wir oft als Grund, doch das Wetter allein macht noch keine Erkältung. Vielmehr sind es Stress und weitere Faktoren, die das Immunsystem schwächen und damit anfälliger für Krankheiten machen können.

Dazu trägt nicht selten auch die trockene Luft in beheizten Wohnräumen und in Büros bei. Heizungsluft trocknet unsere Schleimhäute aus, sodass Viren und Bakterien leichteres Spiel haben, in unseren Körper zu gelangen. Erkältungen, aber auch andere Infektionen sind dann vorprogrammiert. Doch das muss nicht sein, wenn wir einige einfachen Regeln befolgen. Die erste lautet: Viel trinken! Wasser als Bestandteil wichtiger Körperflüssigkeiten, wie z. B. Blut, erfüllt wichtige Funktionen. Es beliefert den Körper permanent mit benötigten Nährstoffen. Ein ausgeglichener Wasserhaushalt im Körper unterstützt die Fließeigenschaft des Blutes und fördert damit eine gute Durchblutung. Zudem sorgt das Wasser im Körper auch dafür, dass die Schleimhäute nicht austrocknen und ihre Barrierefunktion aufrechterhalten wird.

Gerade in der kalten Jahreszeit verspüren wir aber oft weniger Durst als im Sommer. Dennoch lautet die Trinkmengen-Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ganzjährig mindestens 1,5 Liter täglich. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für unseren Körper lebensnotwendig. Da er Wasser selbst nicht speichern kann, benötigt er stetig „Nachschub“.

Neben dem regelmäßigen und ausreichenden Trinken gibt es noch weitere, ganz einfache Tipps, um fit durch den Herbst zu kommen. Die wichtigsten haben wir für Sie zusammengestellt:

 

Tipps für die Erkältungszeit

Abwechslungsreich Trinken Mit Mineralwasser lassen sich vielfältige Getränke mixen – von Cocktails über Infused Mineral Water zu Smoothies und Schorlen. Je abwechslungsreicher, desto leckerer.

Frische Luft: Ob ausgedehnte Spaziergänge, Gassi gehen mit dem Hund oder noch das letzte Aufräumen im Garten: Leichte Bewegung draußen tut gut und stärkt auch das Immunsystem.

Fenster auf: Lüften ist das A und O – vor allem in der Heizungssaison. Dabei hat sich Stoßlüften bewährt: Also Heizung aus und für zehn Minuten das Fenster weit öffnen.

Bewusste Ernährung: Frisches Obst und Gemüse sollten immer auf dem Speiseplan stehen. Sie liefern viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Power, die durch den Magen geht!

Sport: Sport macht Spaß und regt das Herz-Kreislauf-System an, egal, ob Ausdauer-, Kraft- oder Team-Sport.

Entspannung: Unser Körper braucht aber auch Erholungsphasen. Yoga oder Meditation, ein heißes Bad oder die gute alte Wärmflasche auf der Couch – alles, wobei man abschalten kann, ist erlaubt.

Wein und Mineralwasser: Ein starkes Duo

Gehört für Sie ein Glas Wein zu einem gemütlichen Abend dazu? Für noch mehr Genuss sollten Sie Ihrem Weinglas auch ein Glas Mineralwasser zur Seite stellen. Mineralwasser-Sommelière Nicola Buchner erklärt, dass „Wein und Mineralwasser sich perfekt ergänzen können“. Mineralwasser liefert die nötige Flüssigkeit, darüber hinaus kann es das Aroma eines Weines vielfältig betonen. Dabei kommt es auf das „passende“ Mineralwasser an – eine der täglichen Aufgaben von Nicola Buchner, die sich in ihrem Beruf eingehend mit dem Geschmack von Mineralwässern beschäftigt. „Die große Vielfalt an Mineralwässern in Deutschland bietet viel Kombinationsspielraum. Eine gute Kombination erkennt man an der Harmonie und an sich ergänzenden Aromen“, verrät Buchner.

Bei der Auswahl des Mineralwassers für einen bestimmten Wein kommt es vor allem auf die Mineralstoffzusammensetzung und den Kohlensäuregehalt an.

„Zu fast jedem Wein passt ein Mineralwasser mit geringem bis mittlerem Mineralstoffgehalt. Dadurch werden die Geschmackskomponenten des Weines betont und nicht verfälscht“, erklärt die Expertin.

Sie rät, schon vor dem ersten Glas Wein ein paar Schlucke Mineralwasser zu trinken: „Kohlensäurehaltiges Mineralwasser ist hierbei eine gute Idee, denn es bereitet Zunge und Gaumen perfekt auf das kommende Geschmackserlebnis vor.“

Bei den verschiedenen Weinsorten geht es dann ins Detail – Mineralwasser-Sommelière Nicola Buchner hat folgende Empfehlungen:

- Zu säurebetonten Weißweinen wie einem Riesling passt ein Mineralwasser mit weniger Kohlensäure und nicht zu viel Hydrogencarbonat, da dieses die Säure neutralisieren und so den Weincharakter stark verändern würde. Ein hoher Gehalt an Kohlensäure könnte zu einem unangenehmen Mundgefühl führen.

- Junge, dezente Weißweine wie Grauburgunder vertragen etwas mehr Pep und können durch einen hohen Kohlensäuregehalt zusätzlich belebt werden.

- Rotweine werden am besten von einem stillen, niedriger mineralisierten Mineralwasser begleitet. Es harmonisiert die Gerbstoffe und den niedrigen pH-Wert, beruhigt den Gaumen und unterstreicht die positiven Eigenschaften des Rotweines deutlich.

 

Vielfalt, die man schmeckt: Jedes Mineralwasser ist ein Spiegelbild seiner Region

Günstige Niederschlagsbedingungen und seine große geologische Vielfalt machen Deutschland zum Mineralbrunnenland „Nummer eins“. So unterschiedlich, wie unsere Landschaften entstanden sind, so vielfältig sind auch die über 500 natürlichen Mineralwässer, die ihnen entspringen. Ob süßlich, erdig-trocken oder salzig, jedes hat einen unverwechselbaren Geschmack aufgrund ganz unterschiedlicher Zusammensetzung von Mineralstoffen und Spurenelementen und verschiedener Kohlensäuregehalte.

Doch wie kommt es dazu? Ganz einfach: Auf dem Weg in die Tiefen der Erde nimmt das versickernde Niederschlagswasser Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Natrium und Sulfat sowie Spurenelemente auf, die es aus den Gesteinsschichten herauslöst oder mit ihnen austauscht.

Wieviel von welchen Mineralstoffen letztlich im Mineralwasser enthalten ist, hängt in erster Linie von der Bodenbeschaffenheit und den geologischen Begebenheiten der Quellregion ab, aber auch die Fließgeschwindigkeit und die Temperatur des Wassers haben einen Einfluss. Aus diesem Grund beinhaltet jedes Mineralwasser eine eigene Zusammensetzung an Mineralstoffen, Spurenelementen und Kohlensäure– auch in geologisch ähnlichen Gebieten.

Hydrogeologen unterteilen Mineralwasser grob in Hydrogencarbonatwässer, Chloridwässer und Sulfatwässer, benannt nach den Mineralstoffen, die sie in größeren Mengen enthalten.

Hydrogencarbonatwässer sind vor allem in Regionen mit abklingendem Vulkanismus zu finden. In diesen Regionen löst das Wasser oft auch Calcium und Magnesium aus den Gesteinen. Calcium erhält das Mineralwasser beispielsweise aus Kalkgesteinen. Erkennbar ist es an einem erdig-trockenen Geschmack, Magnesium durch eine eher leicht metallische Note.

Chloridwässer entstehen häufig durch Auslaugung von Steinsalzlagern in den Erdschichten, zum Beispiel aus Ablagerung der Urmeere. Chlorid verbindet sich mit Natrium zu Natriumchlorid (Kochsalz) und mit Kalium zu Kaliumchlorid. In Verbindung mit Natrium schmecken Chloridwässer leicht salzig

Sulfatwässer treten typischerweise in Gebieten auf, in denen Gips oder die dem Gips ähnliche Calcium-Sulfatverbindung abgelagert wurde. Das ist vor allem in Norddeutschland, aber auch in einigen Mittelgebirgen der Fall. Sulfate als Schwefelverbindungen erzeugen einen süßlich bis leicht bitteren Geschmack.

In Regionen mit Sand- und Kiesablagerungen, die die letzten Eiszeiten hinterlassen haben, finden sich oft leicht mineralisierte Mineralwässer. Diese Mineralwässer schmecken meistens sehr mild.

Rezept: Cool Quincy – herbstlicher Genuss mit Apfel, Quitte und Zimt

Zutaten für 2 Gläser à 300 ml
80 ml Quittensaft
80 ml Apfelsaft
1 TL Zuckerrübensirup
Eiswürfel aus stillem Mineralwasser
natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure

Dekoration
2 Zimtstangen
schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Säfte und Zuckerrübensirup in einen Shaker geben und kräftig schütteln. Den Mix in zwei mit Eiswürfeln gefüllte Gläser abseihen, mit Mineralwasser auffüllen und kurz umrühren. Zur Dekoration eine Zimtstange in jedes Glas geben und etwas schwarzen Pfeffer über den Getränken zermahlen.

Was steckt drin? Teil 11: Calcium

Calcium (Ca2+) ist ein wichtiger Mineralstoff im menschlichen Körper und maßgeblich am Aufbau von Zähnen und Knochen beteiligt. Da Calcium vom Körper nicht selbst gebildet werden kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden.

Aber auch Getränke wie calciumhaltige Mineralwässer können zur Calcium-Versorgung beitragen.

Calcium ist das dritthäufigste Element in der Erdkruste. Es kommt in der Natur als Kalkstein, Marmor, Gips, Anhydrit, Apatit, Dolomit und Flussspat vor. Bei der Entstehung von calciumhaltigen Mineralwasser durchströmt der Niederschlag das kalkhaltige Gestein und reichert auf diese Weise Calcium an, ehe er sich in der Tiefe als Mineralwasser sammelt.