Wasser ist nicht gleich Wasser: Welche Wasserarten gibt es?

Wasser ist der Ă€lteste und beliebteste Durstlöscher der Welt. Aber Wasser ist nicht gleich Wasser! Große Unterschiede gibt es bei den Wasserarten, bei ihrer Herkunft und vor allem bei ihrer QualitĂ€t. Mineralwasser, Tafelwasser, Trinkwasser – nicht jeder weiß auf Anhieb, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt und wie sich die Wasserarten konkret unterscheiden. Das Gesetz regelt jedoch genau, welche Eigenschaften die einzelnen Wasserarten erfĂŒllen mĂŒssen. So kann jedes Produkt einer Wassergattung zugeordnet werden.

Welche Wasserarten gibt es?

  • NatĂŒrliches Mineralwasser
  • Heilwasser
  • Quellwasser
  • Tafelwasser
  • Trinkwasser (Leitungswasser)

Wasserarten erklÀrt

NatĂŒrliches Mineralwasser – Definition

NatĂŒrliches Mineralwasser Definition
Definition: NatĂŒrliches Mineralwasser | Bildquelle: © IDM

NatĂŒrliches Mineralwasser ist ein Naturprodukt. Es stammt aus einem unterirdischen, vor Verunreinigungen geschĂŒtzten Wasservorkommen und muss direkt am Quellort abgefĂŒllt werden. Mineralwasser ist das einzige amtlich anerkannte Lebensmittel in Deutschland. Das Anerkennungsverfahren umfasst ĂŒber 200 geologische, chemische und mikrobiologische Untersuchungen. Die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (MTVO) legt genau fest, was ein natĂŒrliches Mineralwasser ausmacht, wie es etikettiert und verpackt sein muss. Strenge Kontrollen durch die Brunnenbetriebe, Behörden und unabhĂ€ngige Labore garantieren dem Verbraucher eine gleichbleibende QualitĂ€t von der Quelle bis auf den Tisch.

Heilwasser – Definition

Heilwasser Definition
Definition: Heilwasser | Bildquelle: © Deutsche Heilbrunnen im Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V.

Auch Heilwasser entspringt unterirdischen und vor Verunreinigung geschĂŒtzten Wasservorkommen. Es muss ebenfalls direkt am Quellort abgefĂŒllt und amtlich anerkannt werden. Zudem unterliegt es dem Arzneimittelgesetz. Durch seine besondere Kombination an Mineralstoffen besitzt es eine vorbeugende, lindernde oder heilende Wirkung, die anhand von wissenschaftlichen Untersuchungen belegt ist. Mehr Informationen ĂŒber Heilwasser erhalten 


Quellwasser – Definition

Quellwasser Definition
Definition: Quellwasser | Bildquelle: © IDM

Quellwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen und muss am Quellort abgefĂŒllt werden. Es unterliegt der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO), wird jedoch nicht amtlich anerkannt. In seiner Zusammensetzung muss es den Anforderungen fĂŒr Trinkwasser entsprechen. An Quellwasser werden nicht dieselben hohen Reinheitsanforderungen gestellt wie an natĂŒrliches Mineralwasser. Mit dem Mineralwasser gemein hat es allerdings, dass nur wenige, schonende Behandlungsverfahren angewendet werden dĂŒrfen.

Tafelwasser – Definition

Tafelwasser Definition
Definition: Tafelwasser | Bildquelle: © pexels.com / Farhad Ibrahimzade

Tafelwasser wird industriell hergestellt und ist daher kein Naturprodukt, anders als natĂŒrliches Mineralwasser. Es kann ein Gemisch aus verschiedenen Wasserarten und anderen Zutaten sein. Erlaubt sind die Mischung von Trinkwasser, Mineralwasser, Natursole, Meerwasser sowie die Zugabe von Mineralstoffen und KohlensĂ€ure. FĂŒr die MischungsverhĂ€ltnisse gibt es keine gesetzlichen Vorschriften, es mĂŒssen jedoch die Anforderungen fĂŒr Trinkwasser eingehalten werden.

Trinkwasser – Definition

Trinkwasser / Leitungswasser Definition
Definition: Trinkwasser (Leitungswasser) | Bildquelle: © unsplash.com / Swanky Fella

Trinkwasser (auch Leitungswasser genannt) wird in Deutschland zu etwa zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus OberflĂ€chenwasser (FlĂŒsse, Seen, Talsperren) gewonnen. Es dient sehr unterschiedlichen Verwendungszwecken (Trinken, Kochen, Körperpflege, Putzen, Waschen, ToilettenspĂŒlung) und darf die Rohre nicht verkrusten oder korrodieren. Um diesen Anforderungen zu genĂŒgen, muss es in der Regel erst zu Trinkwasser aufbereitet (gereinigt, desinfiziert, in der Zusammensetzung verĂ€ndert) werden. Die Trinkwasserverordnung regelt die QualitĂ€t des Trinkwassers. Der Trinkwasserversorger ist verantwortlich fĂŒr die QualitĂ€t des Wassers bis zum Übergabepunkt, das heißt bis zur Wasseruhr, nicht bis zum Wasserhahn im Privathaushalt. FĂŒr den Wasserhahn und die Rohrleitungen im Wohnhaus ist der EigentĂŒmer selbst verantwortlich.

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