Zur IDM-Website

Mineralwasser

Aktuell

Ausgabe 01/2018

Trinken ist wichtig:

Vom Baby bis zum Senior

Die Wasserarten:

Mineralwasser, Heilwasser, Quellwasser & Co. 

Mineralwasser-Wissen

Amtliche Anerkennung von Mineralwasser: Was steckt dahinter?

Vom Baby bis zum Senior: Regelmäßiges Trinken ist für alle wichtig

Gesundes Trinken ist für uns so wichtig wie Atmen: Unser Körper besteht größtenteils aus Wasser, das unter anderem dafür sorgt, dass alle Bereiche des Körpers mit lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Der menschliche Körper kann kein Wasser speichern, daher verlieren wir unter normalen Bedingungen täglich rund zweieinhalb Liter Wasser. Trinken ist somit notwendig, um die Wasservorräte wieder aufzufüllen und die Körperfunktionen zu erhalten. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten gesunde Erwachsene täglich rund 1,5 Liter trinken, einen weiteren Liter nehmen wir über die Nahrung auf. Leicht macht es uns dabei Mineralwasser, denn es ist natürlich, kalorienfrei und in seiner Zusammensetzung vielfältig. Mehr als 500 regionale Mineralwässer bieten hierzulande in unterschiedlicher Mineralisierung Abwechslung für jeden Geschmack und jede Gelegenheit – ob zu Hause oder unterwegs, bei der Arbeit oder beim Sport.

Auch nachts, wenn wir uns erholen und neue Kraft tanken, verliert unser Körper viel Flüssigkeit. Ein Glas stilles Mineralwasser am Morgen ist daher der ideale Start in den Tag.

In der Schule und im Beruf werden den ganzen Tag eine hohe Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit gefordert. Regelmäßiges Trinken von Mineralwasser sorgt dabei für einen ausgewogenen Flüssigkeitshaushalt und unterstützt mit den enthaltenen Mineralien unsere Körperfunktionen.

Mineralwasser eignet sich schon für Babys bei der Brei-Zubereitung und für größere Kinder als erfrischendes, zuckerfreies Getränk. Mineralwässer mit dem Werbe-Hinweis „Geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung“ müssen besondere Grenzwerte und genau definierte Kriterien einhalten, die von der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) gesetzlich vorgegeben werden. So muss zum Beispiel der Natriumgehalt unter 20 Milligramm pro Liter, der Nitratgehalt unter 10 Milligramm pro Liter und der Nitritgehalt unter 0,02 Milligramm pro Liter liegen.

Nur wenn der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen ist, können unsere Zellen und Organe über das Blut optimal mit Nährstoffen versorgt werden, und je älter wir werden, desto wichtiger ist regelmäßiges Trinken. Denn der Wasseranteil nimmt im menschlichen Körper stetig ab und unser Durstempfinden wird schwächer. Darum sollten gerade Senioren an ausreichendes Trinken denken oder daran erinnert werden. Mineralstoffe erfüllen auch hier eine wichtige Funktion. So unterstützt beispielsweise Calcium den Erhalt stabiler Knochen und Zähne – und dies ist für Jugend und Alter gleichermaßen wichtig.

 

Die Wasserarten: Mineralwasser, Heilwasser, Quellwasser & Co.

Das Angebot an Mineralwasser und anderen Getränken ist enorm: Aber was genau sind die Unterschiede zwischen Mineralwasser, Heilwasser, Quellwasser, Tafelwasser und Leitungswasser? Ein wichtiges Kriterium ist zunächst die Herkunft: Heilwasser, Mineralwasser und Quellwasser werden aus der Tiefe gefördert, während Leitungswasser meistens eine Mischung von Oberflächen- und Grundwasser ist. Tafelwasser wiederum ist eine Mischung verschiedener Wasserarten. Die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (MTVO) regelt ganz genau, welche Eigenschaften insbesondere das Naturprodukt Mineralwasser erfüllen muss. 

Natürliches Mineralwasser ist ein Naturprodukt. Es stammt aus einem unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und muss direkt an der Quelle in Flaschen abgefüllt werden. Mineralwasser ist das einzige amtlich anerkannte Lebensmittel in Deutschland. Das Anerkennungsverfahren umfasst über 200 geologische, chemische und mikrobiologische Untersuchungen. Die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (MTVO) legt genau fest, was ein natürliches Mineralwasser ausmacht, wie es abgefüllt, verpackt und etikettiert sein muss. Permanente und strenge Kontrollen durch die Brunnenbetriebe, Behörden und unabhängige Labore garantieren dem Verbraucher eine gleichbleibende Qualität von der Quelle bis auf den Tisch. 

Auch Heilwasser stammt aus Tiefenwasser, das in besonderem Maße vor Verunreinigungen geschützt ist. Es muss direkt an der Quelle abgefüllt werden und unterliegt dem Arzneimittelgesetz. Seine Zulassung erhält es durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Aufgrund seines besonderen Gehalts an Mineralstoffen besitzt Heilwasser eine vorbeugende, lindernde oder heilende Wirkung, die anhand von wissenschaftlichen Untersuchungen belegt ist.

Quellwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, ist an der Quelle mikrobiologisch einwandfrei und hat einen natürlichen Gehalt an Mineralstoffen, der jedoch nicht konstant sein muss. Es bedarf keiner amtlichen Anerkennung. Für Quellwasser gelten die chemischen Anforderungen, die an Trinkwasser gestellt werden. Es darf keine Bezeichnungen wie „Mineralwasser“ oder „Sprudel“ auf dem Etikett tragen, die zu einer Verwechslung mit Mineralwasser führen könnten. Quellwasser muss am Ort der Quelle abgefüllt werden. 

Tafelwasser wird industriell hergestellt und ist daher kein Naturprodukt. Es ist eine Mischung, für die verschiedene Wasserarten und andere Zutaten verwendet werden dürfen. Erlaubt sind Trinkwasser, Mineralwasser, Natursole, Meerwasser sowie die Zugabe von Mineralstoffen und Kohlensäure. Für die Mischungsverhältnisse gibt es keine gesetzlichen Vorschriften, es müssen jedoch die chemischen Anforderungen für Trinkwasser eingehalten werden.

Leitungswasser besteht in Deutschland zu etwa zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser (Flüsse, Seen und Talsperren). Es dient sehr unterschiedlichen Verwendungszwecken des täglichen Bedarfs (Trinken, Kochen, Körperpflege, Putzen, Waschen, Toilettenspülung) und darf die Rohrleitungen nicht beeinträchtigen. Aus diesem Grund sollte es eher mineralstoffarm sein. Um diesen Anforderungen zu genügen, muss Rohwasser in der Regel erst zu Leitungswasser aufbereitet werden (das heißt, es muss gereinigt, desinfiziert und in der Zusammensetzung verändert werden). Der Wasserversorger ist bis zum Übergabepunkt verantwortlich für die mikrobiologischen und chemischen Anforderungen an Leitungswasser, das heißt bis zur Wasseruhr, nicht bis zum Wasserhahn im Privathaushalt. Für den Zustand der Rohrleitungen und des Wasserhahns im Wohnhaus ist der Eigentürmer selbst verantwortlich.

Serie „Was steckt drin?“ Teil 7: Chlorid

Chlorid ist ein lebenswichtiger Mineralstoff und in der Natur weit verbreitet, vor allem als Natriumchlorid (Kochsalz), das es auch im menschlichen Körper vorkommt. Weit bekannt ist er aber auch als Kaliumchlorid oder Calciumchlorid. Als lebensnotwendiger Nährstoff übt Chlorid wichtige Funktionen bei der Regulation des Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalts aus, spielt eine zentrale Rolle im Säure-Basen-Haushalt und ist außerdem ein Bestandteil der Magensäure und fördert damit die Verdauung. Chlorid wird im Magen-Darm-Trakt zu über 90 Prozent aus der Nahrung aufgenommen und größtenteils über die Niere, aber auch mit dem Schweiß ausgeschieden. Übermäßiges Schwitzen erhöht daher den Chlorid-Bedarf, Kinder und Säuglinge dagegen benötigen weniger Chlorid.

Chlorid wird ebenso wie andere Mineralien im Mineralwasser auf dem Weg des Wassers aus verschiedenen Gesteinsschichten herausgelöst. Chloridwässer entstehen häufig durch die Auslaugung von Steinsalzlagern in den Erdschichten, zum Beispiel aus Ablagerungen der Urmeere.

Deutsche Mineralwässer enthalten je nach Region von einigen Milligramm bis zu über 500 Milligramm Chlorid pro Liter, selten mehr. Es liegt in gelöster Form vor, d.h. es kann besonders gut vom Körper aufgenommen werden. Der Werbehinweis "chloridhaltig" ist solchen Mineralwässern vorbehalten, die mehr als 200 mg/l Chlorid enthalten.    

Traum in Pink: Unser Saison-Cocktail

Pink Power für Zwei oder in gemütlicher Runde: Matetee, rosa Grapefruitsaft, Kokosnussmilch und natürliches Mineralwasser sind die Zutaten für diesen besonderen alkoholfreien Cocktail. Es gibt immer einen Grund anzustoßen …

Zutaten für 2 Gläser à 300 ml:

- 2 g Matetee
- 2 EL Zucker 
- 200 ml rosa Grapefruitsaft
- 100 ml Kokosnussmilch
- 1 Prise Muskat
- 200 ml natürliches stilles Mineralwasser
- Eiswürfel (natürliches stilles Mineralwasser in Eiswürfelbehälter gefroren) mit Hilfe eines Eiscrushers oder in einem Küchenhandtuch mit Hilfe eines schweren Gegenstandes, z. B. einer Pfanne, zerkleinern 
- frische rosa Grapefruit und/oder Streifen frischer Kokosnuss als Dekoration

Zubereitung:

100 ml stilles Mineralwasser zum Kochen bringen, den Matetee damit aufgießen, den Zucker darin lösen und 5 Minuten ziehen lassen. Flüssigkeit durch ein Sieb in einen Mixer abgießen und auskühlen lassen. Halbhohes Wasserglas mit gecrushtem Eis füllen. Übrige Zutaten zum Matetee in den Mixer füllen, aufmixen und über das Eis ins Glas gießen. Mit rosa Grapefruit und Streifen aus frischer Kokosnuss dekorieren und mit zwei Strohhalmen servieren.

Neues von den Mineralwasser-Experten: Amtliche Anerkennung von Mineralwasser: Was steckt dahinter?

Natürliches Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, das eine amtliche Anerkennung erhält, bevor es verkauft werden darf. Hierfür wird im Rahmen verschiedenster Untersuchungen überprüft, ob das Mineralwasser den gesetzlichen Vorgaben entspricht. So muss das Naturprodukt zum Beispiel seinen Ursprung in unterirdischen und vor Verunreinigungen besonders geschützten Wasservorkommen haben. Mindestens ein Jahr lang wird die Quelle getestet, ob sie die strengen Kriterien, die an natürliches Mineralwasser gestellt werden, unter allen Bedingungen – egal, ob im Sommer oder Winter – erfüllt. Dabei werden auch die Inhaltsstoffe des Mineralwassers und seine konstante Zusammensetzung gründlich untersucht.

Mit der amtlichen Anerkennung endet die Kontrolle von natürlichem Mineralwasser allerdings nicht: Die anschließende Überwachung obliegt den staatlichen Lebensmittelbehörden, die auch nach der Anerkennung alle im Verkehr befindlichen Mineralwässer risikoorientiert auf potenzielle Verunreinigungen hin prüfen. Und längst nicht jedes Anerkennungsverfahren ist erfolgreich: Ist zum Beispiel die Mineralstoffzusammensetzung nicht dauerhaft stabil oder die mikrobiologische Reinheit nicht gewährleistet, wird keine amtliche Anerkennung erteilt. Nur wenn ein Mineralwasser sämtliche strengen Kriterien erfüllt, die an das Naturprodukt gestellt werden, darf es in den Handel und letztlich zum Verbraucher gelangen.